Kunst ist mehr als nur ein Zeitvertreib. Kunst enthält eine besondere und unvergleichliche Potenz.
Kunst inspiriert, wühlt auf, regt zum Denken an, fördert ästhetische Sensibilität auch bei Nichtkünstlern, macht für das Unkonventionelle aufgeschlossen, provoziert die Urteilskraft, befreit die Fantasie – lauter Eigenschaften, von den die eine oder andere für alle zur Bildung gehören sollten wie Lesen und Schreiben. Und auch gelehrt und gelernt werden können.
Künstlerisches Schaffen bedeutet für mich die sensible Auseinandersetzung zwischen Eindrücken und offenen Fragen aus meiner Umwelt und mir.
Antworten hierzu suche und finde ich in meinen Bildern.
Ein wichtiges Thema ist für mich die Frage nach der Wahrnehmung des Einzelnen und die Beeinflussung durch die allgegenwärtigen Eindrücke von Musik, Film, Video, Theater und Computer.
Zur Zeit erforsche ich hierzu den Zusammenhang von strukturellen Bildinformationen und Malerei.
Zudem erforsche ich, welche Bedeutung die Zeit für die Wahrnehmung des Bildes hat und welche Rolle daher die Malerei gerade heute in der aktuellen Kunst hat.
Ich abstrahiere dabei in meiner Kunst bestimmte Wahrnehmungssituationen, ohne völlig unkonkret zu werden. Ich erwarte dabei, dass sich bestimmte Bilder im Gedächtnis des Betrachters eingraben und in späteren Situationen beim Schauen vor Ort aus der Erinnerung auftauchen, sodass im Kopf wieder neue Bilder entstehen können.